Seitenzahl: 430
Preis: 14,90 €
ISBN: 978-3-423-24890-7
Begonnen zu lesen: 10.02.12
Beendet: 16.02.12
Inhalt: Jenny Lowe ist Verhaltensforscherin für Bonobos und arbeitete viele Jahre mitten im Kongo. Doch dann schwappt der Bürgerkrieg bis in den Dschungel und sie muss fliehen. Dabei kommt sie an den 15km entfernten Beobachtungsposten von Dr. Donald Stone vorbei, von dem sie nur weiß, dass auch er die Bonobos erforscht. Was sie vorfindet ist eine vollkommen zerstörte Hütte, Dr. Stones Leiche und einen Teenager, das die Arme um einen ebenfalls erschossenen Bonobo geschlungen hat. Geistesgegenwärtig schnappt sich Jenny ein paar Notizbücher, ein Foto von dem Forscher und seiner Tochter und nimmt das Mädchen mit sich. Ihnen beiden gelingt die Ausreise mit Hilfe eines alten Botschafter-Freundes, der dem Mädchen -Lucy- einen Pass besorgt.
In den USA angekommen fallen Jenny lauter Merkwürdigkeiten an dem Mädchen auf, die sie sich allerdings mit ihrem Leben im Dschungel erklärt. Schnelle Reflexe, eine gesteigerte Sinneswahrnehmung und das Sprechen mit Tieren. Dennoch ist Lucy trotz ihres Verlustes sehr aufgeschlossen und liebenswürdig. Niemals wäre Jenny auf die Wahrheit gekommen, wenn sie nicht die Notizbücher von Dr. Stone mitgenommen hätte. Dieser berichtete von einem Genexperiment, die Kreuzung aus Menschenaffen und Menschen - mit Lucy als lebenden Beweis, das dies möglich ist.
Kritik: Dieser Roman fesselt ab der ersten Seite. Die gefährliche Flucht vor den kongolesischen Milizen, die traumatische Erfahrung eines Mädchens und dann die Entdeckung ihrer Besonderheit. Gonzales baut einen Spannungsbogen auf, der kein einziges Mal im Verlauf der Geschichte zu kippen droht. Mit einfacher, aber sehr direkter und irgendwie unverfälschten Sprache schildert er das Leben eines Mädchens, das ihren Platz im Leben sucht.
Obwohl es zwischendurch den Anschein hat, dass Lucy ihr neues Leben unter den Menschen gefunden hat, ahnt man doch, dass der Roman noch einige (böse) Überraschungen auf Lager hat, sodass man ständig angespannt ist. Wer bei der Hälfte des Buches angekommen ist, der kann es nicht mehr weglegen. Die Figuren sind lebensnah und natürlich gezeichnet und Lucy ist eindeutig eine Sympathieträgerin. Bemerkenswert sind vor allem die vielen Fragen, die der Autor sozialkritisch aufwirft. Kann ein Hybrid-Mensch menschlicher als wir sein, wenn dieser an das Gute und an das Leben an sich glaubt? Wo befindet sich die Grenze zwischen Mensch und Tier? Haben wir mit unserem Menschsein die Beziehung zur Natur eingebüßt?
Ich gebe dem Roman die volle Bewertungszahl, er ist einfach ein MUSS!




Huhu, du hast eine neue Leserin :)
AntwortenLöschenVielleicht magst du auch mal meinen kleinen Blog besuchen kommen
cupcatz.blogspot.com
grüße pam
Das Buch erinnert mich an den Film von Diane Fossey und ihre Gorillas! Wäre jetzt glaub kein Lesestoff für mich ;-)
AntwortenLöschenBin über das neue Bloggerforum auf deinen Blog aufmerksam und gleich mal Leserin geworden!
Komm mich doch auch mal besuchen...würde mich freuen
LG Luminchen
http://luminchenslesekiste.blogspot.com/